Zwei neue Thurgauer Gesichter für Bern

Kurt Egger (Grüne) und Manuel Strupler (SVP) vertreten den Thurgau künftig im Nationalrat.

Mit einem Rucksack betrat Kurt Egger nach dem Mittag das Wahlzentrum. Nationalrat zu werden beurteilte er im Vorfeld als «ehrgeiziges Ziel, aber nicht ausgeschlossen.» Die erste Hochrechnung aus den Gemeinden zeigte, dass die Grünen rund fünf Prozent zulegen. Seither hielt Kurt Egger den ganzen Nachmittag lang beste Karten in den Händen, nach 24 Jahren wieder einen Thurgauer Nationalratssitz für die Grünen zu erobern. Doch Egger hielt sich vorerst zurück. «Ich geniesse dieses Resultat bis zur zweiten Hochrechnung», stapelte er tief.

 

Es änderte sich aber nichts mehr an der Tatsache, dass die Grünen ihren Parteipräsidenten auf Kosten der FDP am Wahlsonntag in den Nationalrat wählten. Dass nun der 63-jährige Egger nach Bern zieht, verdankt er auch der Klimajugend beziehungsweise der Jungpartei der Grünen. Auch deren Anliegen könne er vertreten, sagt er. «Bei grünen Themen gibt es keine Altersunterschiede.» Vielmehr stimme es ihn zuversichtlich, dass es in seiner Partei keine Nachwuchsprobleme gebe.
Und so startet der Ingenieur und Energiefachmann in einem Alter, in dem andere Gedanken an den Ruhestand hegen, so richtig durch. «Es ist für mich eine riesige Ehre, den Thurgau in Bern vertreten zu dürfen.» Mit einem Nationalratsmandat im Rucksack verliess der Grüne Parteipräsident am Abend schliesslich das Wahlzentrum in Frauenfeld.

 

Ein halber Landwirt als Bauernvertreter

Eggers Sitzgewinn gründete auf einer Listenverbindung von Grüne, SP und GLP. Entgegen aller Erwartungen ging dieser Erfolg aber nicht zu Lasten der SVP. Federn lassen musste die FDP. Deshalb brachte der Wahltag nebst Egger einen zweiten grossen Sieger hervor: Der Weinfelder Manuel Strupler ergatterte sich mit einem engagierten Wahlkampf den dritten und freien Sitz der SVP. «Als Sportler bin ich es gewohnt, vollen Einsatz zu geben.» Diesen Schwung will der Schwinger vom Wahlkampf in den Nationalratssaal mitnehmen. «Wo Manuel Strupler drauf steht, ist viel Engagement drin.»

Parteiintern konnte sich der Gartenbau-Unternehmer gegen den Landwirt und Milchbauernpräsident Daniel Vetterli durchsetzen. Weil Markus Hausammann nicht mehr angetreten ist, verlieren die Thurgauer Bauern wohl zum ersten Mal überhaupt ihre Vertretung im Nationalrat. Doch Strupler gilt immerhin als halber Landwirt. «Ich bin und bleibe ein Bauernkind», sagt er. Ausserdem führe er zusammen mit seinem Bruder den elterlichen Betrieb. Strupler sitzt aber dort eher im Büro, während sein Bruder im Stall steht. «Ich fühle mich geehrt, die Thurgauer Landwirtschaft in Bern zu vertreten», sagt Strupler. Dass er deren Rückhalt besitze, hätten seine guten Resultate in den Landgemeinden gezeigt.

Parteiintern konnte sich der Gartenbau-Unternehmer gegen den Landwirt und Milchbauernpräsident Daniel Vetterli durchsetzen. Weil Markus Hausammann nicht mehr angetreten ist, verlieren die Thurgauer Bauern wohl zum ersten Mal überhaupt ihre Vertretung im Nationalrat. Doch Strupler gilt immerhin als halber Landwirt. «Ich bin und bleibe ein Bauernkind», sagt er. Ausserdem führe er zusammen mit seinem Bruder den elterlichen Betrieb. Strupler sitzt aber dort eher im Büro, während sein Bruder im Stall steht. «Ich fühle mich geehrt, die Thurgauer Landwirtschaft in Bern zu vertreten», sagt Strupler. Dass er deren Rückhalt besitze, hätten seine guten Resultate in den Landgemeinden gezeigt.

 

Manuel Strupler verteidigt den dritten Sitz der SVP. (Bild: Reto Martin)

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Silvan Meile,

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