«Wo Manuel Strupler draufsteht, ist auch Manuel Strupler drin!»

Manuel Strupler kandidiert am 20. Oktober 2019 für den Nationalrat. Der 39-jährige Weinfelder möchte sich in Zukunft national für den Thurgau stark machen und führt einen sehr engagierten Wahlkampf. Was seine politischen Schwerpunkte sind und wie er seine Chancen einschätzt, erzählt er uns im Interview.

Herr Strupler, was war Ihre Motivation, für die SVP in die Politik einzusteigen?
Natürlich war ich geprägt von meinem Elternhaus. Mein Vater war viele Jahre Gemeinde- und Kantonsrat, meine Mutter war in der Primarschulbehörde engagiert. Ich selbst war schon immer jemand, der gerne mitmacht und mitredet. Dafür muss man sich halt engagieren und auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Ich schätze die Möglichkeiten der direkten Demokratie und nutze diese für die Weinfelder Gemeindepolitik. An der SVP Thurgau gefällt mir, dass es viele bodenständige Leute gibt, die sich engagieren. Ich selbst bin aber durch und durch ein Sachpolitiker.

Sie haben sich öffentlich von dem kürzlich erschienenen umstrittenen Apfel-Plakat der SVP Schweiz distanziert und mit einer Gegenkampagne reagiert. Warum?
Als Schwinger habe ich gelernt, hart zu kämpfen und mich für eine Sache einzusetzen, dabei aber trotzdem fair zu bleiben. Das gilt für mich auch in der Politik.

Für was für eine Schweiz setzen Sie sich ein? Was sind Ihre politischen Schwerpunkte?
Bis jetzt habe ich mich hauptsächlich in der Gemeinde und dem Kanton engagiert, möchte auch grundsätzlich bei meinen Themen bleiben. Ich bin für eine freie und sichere Schweiz, wo die Bürger auch Eigenverantwortung übernehmen und nicht für alles den Staat rufen, was letztendlich nur zu mehr Bürokratie führt. Darum setze ich mich für das Milizsystem in der Politik und in den Vereinen ein. Als Unternehmer und Ausbilder möchte ich unser duales Bildungssystem fördern und unterstützen und Lösungen suchen, die den wachsenden Bürokratieapparat in die Schranken weisen. Wir müssen die Werte pflegen, die unser Land gross gemacht haben; unsere christlichen Werte und Traditionen mit Stolz und Selbstverständlichkeit leben und vertreten und uns nicht überall einfach anpassen.

Der Nationalratswahlkampf ist schon in vollem Gange. Welche Strategie verfolgen Sie in Ihrem Wahlkampf?
Der Wahlkampf läuft bereits seit vergangenem Frühling, es gab bereits sehr viele interne Versammlungen, auf denen ich mich präsentieren durfte. Ich verfolge keine bestimmte Strategie, ich bin schon seit vielen Jahren an verschiedenen Orten engagiert. Ich bin sowieso schon viel unterwegs, daher ist der Wahlkampf für mich nicht viel mehr Belastung. Man muss die Dinge, die man tut, mit Überzeugung und Herzblut tun. Es braucht sehr viel Energie, Stammwähler von anderen Parteien zu überzeugen, daher versuche ich hauptsächlich, die potentiellen Wähler im eigenen Umfeld zu motivieren, d.h. ich bewege mich meinem Umfeld entsprechend, also dort, wo ich mich wohlfühle – im Sport, beim Schwingen, in der Landwirtschaft und im Gewerbe. Ich möchte den Menschen zeigen, wer ich bin und was ich tue. Eine Bekannte hat mal zu mir gesagt: «Wo Manuel Strupler draufsteht, ist auch Manuel Strupler drin!» Das ist genau das, was ich erreichen möchte.

Wie gross schätzen Sie Ihre Chancen, gewählt zu werden?
Oberste Priorität der SVP Thurgau ist es, mit vollem Einsatz unsere drei Sitze zu halten, auch wenn dies schwierig wird. Meiner Meinung nach sind unsere zwei bisherigen Nationalräte gesetzt, die vier weiteren Kandidaten auf unserer Liste führen alle einen engagierten Wahlkampf und haben mehr oder weniger ähnliche Chancen. Eine Prognose ist schwierig.

Sie führen eine grosse Gartenbaufirma mit 25 Angestellten, sind Präsident der SVP Ortspartei, Stadtparlamentarier und Kantonsrat. Was würde eine Wahl für Ihr Unternehmen und Ihre bisherigen politischen Engagements bedeuten? 
Ich habe meine Firma selbst von Grund auf mit viel Engagement und Herzblut aufgebaut und sie liegt mir natürlich sehr am Herzen. Zum Glück habe ich viele sehr gute und langjährige Mitarbeiter. Ob und wie wir uns neu organisieren, würde ich zu gegebenem Zeitpunkt entscheiden. Ich habe mich bisher immer gut an neue Gegebenheiten anpassen können, auch als ich nach dem Unfall meines Vaters plötzlich auf dem Hof mitanpacken und Verantwortung übernehmen musste, deshalb hätte ich auch hier keine Bedenken, dies nicht meistern zu können.
Der Ortspartei habe ich schon vor längerer Zeit mitgeteilt, dass ich das Präsidium abgeben möchte – unabhängig von meiner Nationalratskandidatur. Mein Mandat als Kantonsrat würde ich bei einer allfälligen Wahl auch abgeben. Was das Stadtparlament betrifft, bin ich noch unentschlossen. Ich möchte mich auf jeden Fall weiterhin lokal und kantonal einbringen, aber das ginge auch ohne Mandat. Eine Vernetzung mit der Basis ist auf jeden Fall sehr wichtig, egal auf welcher Ebene man sich bewegt. Aber all das ist jetzt für mich noch kein Thema.

Inwiefern würde die Region Weinfelden und der Thurgau von einem Nationalrat Strupler profitieren?
Wer mich kennt weiss, dass ich aus vollem Herzen Weinfelder und Thurgauer bin. Als Nationalrat würde ich mich für unsere Region und unseren Kanton stark machen. Trotzdem würde ich mich sicher weiterhin auch aus Überzeugung für die örtlichen Vereine und Organisationen einsetzen. Ich bin mir aber auch bewusst, dass es im Nationalrat nicht in erster Linie um die Vertretung einer Region geht.

Herr Strupler, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg!


(Von Eva Dal Dosso / publiziert im September 2019 im Weinfelder Anzeiger)

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