Gedanken zum Erntedankfest

Gedanken zum Erntedank
Gerade in diesem Jahr, in dem wir durch die Corona Pandemie ganz viel Herausforderungen lösen müssen, durften wir auch wieder einmal mehr erfahren, wie glücklich wir uns doch schätzen dürfen in so einem schönen und gut funktionierenden Land zu leben. Auch die Hamsterkäufe im Frühling haben uns hoffentlich wieder etwas die Augen geöffnet, dass eben nicht die Ferien, das Auto oder das neuste Handy an erster Stelle kommen sollten, sondern dass vor allem ein voller Bauch und eine gute Gesundheit über allem steht. Deshalb möchte ich allen Landwirten, den Erntehelfern, der verarbeitenden Industrie und den Mitarbeitenden im Detailhandel heute einmal mehr meinen Dank aussprechen. Dank euch können wir uns täglich um alles andere kümmern, weil es durch euren Einsatz selbstverständlich geworden, ist genug und gesundes Essen auf dem Tisch zu haben.
Momentan wird von einigen Kreisen nicht nur die Landwirtschaft als Sündenbock missbraucht, nein auch unsere Wirtschaft und gesellschaftlichen Errungenschaften werden kritisiert und schlecht geredet. Es ist sogar Mode geworden, lauthals immer neue Forderungen aufzustellen, sich aber dann vor der Eigenverantwortung drücken. So demonstrieren professionell organisierte Klimademonstranten illegal vor dem Bundeshaus, geben für alles der Politik und der letzten Generation die Schuld, obwohl sie dank dieser behütet und ohne Verzicht aufgewachsen sind. Sie nutzen modernste Handys, machen Lärm mit einer Musikanlage, hindern die Marktfahrer ihre Produkte zu verkaufen, hinterlassen eine Abfallberg und verursachen unnötig Kosten für einen grossen Polizeieinsatz. Eigentlich werte ich es positiv, wenn Jugendliche sich politisieren und für ihre Anliegen einstehen.
Aber fordern heisst auch Verantwortung übernehmen und selbstverantwortlich handeln. Nur fordern, die Schuld auf andere schieben und Lärm machen ist zu einfach! Was mich aber gerade heute am Tage vom Erntedank schon etwas bedrückt, dass wir leider als Gesellschaft manchmal vergessen, was für ein unheimliches Glück wir haben, hier in der Schweiz zu leben und wie leichtsinnig, wir mit dem Erbe unserer Grosseltern und Eltern umgehen. Denn, dass wir täglich wohlgenährt in den Tag starten und uns somit vielen anderen zum Teil unwichtigen Themen widmen können, dafür sind nicht wir verantwortlich. Sondern die Generationen vor uns, welche für uns diese schöne Schweiz mit täglicher harter Arbeit aufgebaut haben. Und auch wenn ein Wandel und auch eine Entwicklung sicher richtig ist, sollten wir gerade heute am Erntedank einfach dankbar, dass wir so viel Ernten können, was die Generationen vor uns aufgebaut und gesät haben. Es gilt diese Errungenschaften mit Demut weiter zu führen und weiter zu entwickeln und nicht einfach mit den Fingern darauf zu zeigen, was alles falsch ist und Forderungen zu stellen.
Packen wir gemeinsam an, damit auch die nächsten Genrationen von dem reich gedeckten Tisch in der Schweiz profitieren können und vergessen nie, dass gerade die Werte wie Selbstverantwortung und Fleiss uns so erfolgreich gemacht haben.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Erntedank und säen wir zusammen für eine erfolgreiche Zukunft!

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